Artenförderung Vögel Schweiz - Prioritätsarten
Weissstorch
Der Weissstorch lebt im offenen Kulturland und baut seine mehrjährig genutzten Horste auf exponierten Bäumen, Gebäuden oder anderen Infrastrukturen. Seine Nahrung sucht er auf Äckern, extensiv genutzten Wiesen und Weiden sowie in Feuchtgebieten, wo er Kleinsäuger, Amphibien oder Regenwürmer erbeutet.
Nach einem starken Rückgang verschwand die Art in der Schweiz als Brutvogel im Jahr 1950. Dank Wiederansiedlungsprojekten stieg die Zahl der Brutpaare bis 2010 wieder auf 269 an. Die Bestandsentwicklung ist dank dem Monitoring der Bruten und der Beringung von Nestlingen gut dokumentiert und 2024 waren es über 1000 Paare.
Mit konkreten Fördermassnahmen wie Horstplattformen oder der Schaffung von Feuchtwiesen kann der Weissstorch unterstützt werden.
Nach einem starken Rückgang verschwand die Art in der Schweiz als Brutvogel im Jahr 1950. Dank Wiederansiedlungsprojekten stieg die Zahl der Brutpaare bis 2010 wieder auf 269 an. Die Bestandsentwicklung ist dank dem Monitoring der Bruten und der Beringung von Nestlingen gut dokumentiert und 2024 waren es über 1000 Paare.
Mit konkreten Fördermassnahmen wie Horstplattformen oder der Schaffung von Feuchtwiesen kann der Weissstorch unterstützt werden.
Verbreitung und Entwicklung
Schematisierte Verbreitung
Schematisierte Verbreitung zur Brutzeit (ocker), im Winter (blau punktiert) oder zu den Zugzeiten (weinrot punktiert).
Brutbestandsindex
Die Grafik zeigt die relative Entwicklung des Brutbestands in der Schweiz (100 = Mittelwert). Lesebeispiel: Ein Wert von 130 bedeutet, dass der Bestand im entsprechenden Jahr 30% über dem Mittelwert der gesamten berücksichtigten Zeitperiode lag.
Lebensraum und Nahrung
Artenförderung Vögel Schweiz - Prioritätsarten
Weissstorch
Der Weissstorch lebt im offenen Kulturland und baut seine mehrjährig genutzten Horste auf exponierten Bäumen, Gebäuden oder anderen Infrastrukturen. Seine Nahrung sucht er auf Äckern, extensiv genutzten Wiesen und Weiden sowie in Feuchtgebieten, wo er Kleinsäuger, Amphibien oder Regenwürmer erbeutet.
Nach einem starken Rückgang verschwand die Art in der Schweiz als Brutvogel im Jahr 1950. Dank Wiederansiedlungsprojekten stieg die Zahl der Brutpaare bis 2010 wieder auf 269 an. Die Bestandsentwicklung ist dank dem Monitoring der Bruten und der Beringung von Nestlingen gut dokumentiert und 2024 waren es über 1000 Paare.
Mit konkreten Fördermassnahmen wie Horstplattformen oder der Schaffung von Feuchtwiesen kann der Weissstorch unterstützt werden.
Nach einem starken Rückgang verschwand die Art in der Schweiz als Brutvogel im Jahr 1950. Dank Wiederansiedlungsprojekten stieg die Zahl der Brutpaare bis 2010 wieder auf 269 an. Die Bestandsentwicklung ist dank dem Monitoring der Bruten und der Beringung von Nestlingen gut dokumentiert und 2024 waren es über 1000 Paare.
Mit konkreten Fördermassnahmen wie Horstplattformen oder der Schaffung von Feuchtwiesen kann der Weissstorch unterstützt werden.
Gefahren, Aktivitäten und Prognosen
Limitierende Faktoren und Gefahren
Die grösste Gefahr für den Weissstorch sind Kollisionen und Stromschläge an Freileitungen. Lokal fehlen gute Nahrungshabitate in der Nähe von Nistplätzen.
Brutzeit
- In traditionellen Kolonien ist die Konkurrenz um geeignete Nistplätze teilweise sehr gross.
- Kühle, nasse Witterung zur Nestlingszeit verringert den Bruterfolg.
- Ins Nest eingebrachter oder verfütterter Abfall ist eine Gefahr für Nestlinge und Altvögel.
Zug/Winter
- Kollisionen und Stromschläge an Freileitungen auf dem Zugweg.
- Teilweise Mangel an guten Nahrungshabitaten auf den Zugrouten und in den Winterquartieren.
- Bejagung in Südeuropa und Afrika ist nach wie vor ein Problem.
Notwendige Aktivitäten
Monitoring
- Überwachung der Horste schweizweit mit Kontrollen der Besetzung und des Bruterfolgs – möglichst weiterführen.
- Jahrzehntelange Beringung von Nestlingen und Ringablesungen von Brutvögeln und auf den Zugrouten liefern wichtige Informationen zu Bestandsentwicklung, Sterblichkeit und Zugverhalten.
Förderung
- Beratung und Sensibilisierungsaktivitäten sind nötig, um Konflikten vorzubeugen.
- Koloniebetreuung bei grossen Kolonien sicherstellen (z.B. Unterhalt von Horsten).
- Nahrungshabitate in der Nähe von Brutplätzen schaffen oder erhalten.
- Gefahren entschärfen: gefährliche Mittelspannungsmasten sanieren.
Forschung
- Bedeutung von Bruterfolg, Überlebensraten, Immigration/Emigration für die Bestandsentwicklung ermittlen.
- Zug- und Überwinterungsverhalten im Kontext des Klimawandels verstehen.
Erfolgsaussichten und Prognosen
- Die Art profitiert von milden Wintern in Europa, hingegen werden vermehrt extreme Wetterverhältnisse im Frühling (nass/kalt oder sehr trocken) den Bruterfolg negativ beeinflussen.
- Auswirkungen der Schliessung offener Deponien in Südeuropa unklar.
- Kann verstärkt als Schirmart für Förderung von Feuchtflächen im Kulturland dienen.
- Starkes Bestandswachstum führt lokal zu schwindender Toleranz – Sensibilisierung verstärken.
Fördermassnahmen und Stakeholder
Nisthilfen anbieten und pflegen
Die Zurverfügungstellung und der Unterhalt von Horstplattformen oder Anbieten von geeignetem Astmaterial für den Horstbau wirkt dem Mangel an natürlichen Nistgelegenheiten entgegen.
Gemeinden
Naturschutz
Private
Feuchtäcker und -wiesen schaffen
Feuchtwiesen und -äcker sind wertvolle Lebensräume und fördern das Nahrungsangebot.
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Bund
Gemeinden
Landwirtschaft
Naturschutz
Extensive Bewirtschaftung fördern
Ungedüngte Wiesen, Verzicht auf Pestizide oder Mulchen fördern die Vielfalt an Pflanzen und Insekten und damit die Lebensraumqualität (Nistplätze für Bodenbrüter, Nahrungsangebot).
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Landwirtschaft
Nistplätze bei Bauvorhaben berücksichtigen
Auf bekannte Nistplätze von Gebäudebrütern (bspw. durch Inventare in Gemeinden) soll bei Bauvorhaben Rücksicht genommen werden.
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Gemeinden
Industrie und Gewerbe
Planer und Architekten
Private
Gefährliche Leitungen / Masten sanieren
Kollisionen können mit entsprechenden Markierungen an Leitungen verhindert werden; Stromschläge (Elektrokution) durch Isolatoren oder Abdeckhauben an Strommasten.
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Gemeinden
Industrie und Gewerbe
Kantone
Publikationen
©
© Marcel Burkhardt
Vögel der Schweiz
Weissstorch
Der Weissstorch ist als Kinder bringender Klapperstorch und als Glücksbringer «Adebar» wohlbekannt. Seit der Antike wurde der Storch als Botschafter der Fruchtbarkeit von einigen Völkern vergöttert und geschützt. Die Intensivierung und moderne Methoden der Landwirtschaft sind verantwortlich, dass diese Stelzvögel heute Probleme haben, ihre Jungen mit ausreichend Nahrung zu versorgen....
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