Artenförderung Vögel Schweiz - Prioritätsarten
Grauammer
Die Grauammer bewohnt strukturreiche, extensive Kulturlandschaften mit Büschen und Einzelbäumen, die als Singwarten dienen. Als Bodenbrüterin, die ihr Nest in relativ dichter Vegetation anlegt, ist sie auf spät genutzte Flächen angewiesen.
Der Bestand dieser Art hat in der Schweiz seit 1990 um rund 80 % abgenommen. 2021 musste sie als vom Aussterben bedroht eingestuft werden. Heute brüten zwischen 216–236 Paare in wenigen, meist ackerbaulich genutzten Gebieten in der Schweiz.
Die Grauammer profitiert von hochwertigen Biodiversitätsförderflächen wie Buntbrachen, Säumen auf Ackerfläche oder extensiv genutzten und mit Buschgruppen durchsetzten Wiesen, die während der Brutzeit nicht bewirtschaftet werden.
Der Bestand dieser Art hat in der Schweiz seit 1990 um rund 80 % abgenommen. 2021 musste sie als vom Aussterben bedroht eingestuft werden. Heute brüten zwischen 216–236 Paare in wenigen, meist ackerbaulich genutzten Gebieten in der Schweiz.
Die Grauammer profitiert von hochwertigen Biodiversitätsförderflächen wie Buntbrachen, Säumen auf Ackerfläche oder extensiv genutzten und mit Buschgruppen durchsetzten Wiesen, die während der Brutzeit nicht bewirtschaftet werden.
Verbreitung und Entwicklung
Schematisierte Verbreitung
Schematisierte Verbreitung zur Brutzeit (ocker), im Winter (blau punktiert) oder zu den Zugzeiten (weinrot punktiert).
Brutbestandsindex
Die Grafik zeigt die relative Entwicklung des Brutbestands in der Schweiz (100 = Mittelwert). Lesebeispiel: Ein Wert von 130 bedeutet, dass der Bestand im entsprechenden Jahr 30% über dem Mittelwert der gesamten berücksichtigten Zeitperiode lag.
Lebensraum und Nahrung
Artenförderung Vögel Schweiz - Prioritätsarten
Grauammer
Die Grauammer bewohnt strukturreiche, extensive Kulturlandschaften mit Büschen und Einzelbäumen, die als Singwarten dienen. Als Bodenbrüterin, die ihr Nest in relativ dichter Vegetation anlegt, ist sie auf spät genutzte Flächen angewiesen.
Der Bestand dieser Art hat in der Schweiz seit 1990 um rund 80 % abgenommen. 2021 musste sie als vom Aussterben bedroht eingestuft werden. Heute brüten zwischen 216–236 Paare in wenigen, meist ackerbaulich genutzten Gebieten in der Schweiz.
Die Grauammer profitiert von hochwertigen Biodiversitätsförderflächen wie Buntbrachen, Säumen auf Ackerfläche oder extensiv genutzten und mit Buschgruppen durchsetzten Wiesen, die während der Brutzeit nicht bewirtschaftet werden.
Der Bestand dieser Art hat in der Schweiz seit 1990 um rund 80 % abgenommen. 2021 musste sie als vom Aussterben bedroht eingestuft werden. Heute brüten zwischen 216–236 Paare in wenigen, meist ackerbaulich genutzten Gebieten in der Schweiz.
Die Grauammer profitiert von hochwertigen Biodiversitätsförderflächen wie Buntbrachen, Säumen auf Ackerfläche oder extensiv genutzten und mit Buschgruppen durchsetzten Wiesen, die während der Brutzeit nicht bewirtschaftet werden.
Gefahren, Aktivitäten und Prognosen
Limitierende Faktoren und Gefahren
Einer der wichtigsten Gründe für den starken Rückgang der Art in der Schweiz ist die Intensivierung der Landwirtschaft. Durch frühes und immer häufigeres Mähen werden viele Nester zerstört. Zudem fehlen strukturreiche, insektenreiche, extensiv genutzte Wiesen und Weiden sowie Buntbrachen.
Brutzeit
- Braucht als Neststandort stellenweise dichte Bodenvegetation, die mindestens 6 Wochen nicht bewirtschaftet wird.
- Extensive und teils intensive Wiesen sind attraktive Bruthabitate. Bruterfolg ist aber nur möglich mit Mahdverzicht, bis die Jungen flügge sind.
- Gutes Nahrungsangebot.
Zug/Winter
- Die Grauammer ist eine Teilzieherin.
- In der Schweiz regional auch im Winter anzutreffen.
- Vermutlich beeinflussen lokales Nahrungsangebot und Winterhärte das Zugverhalten.
Notwendige Aktivitäten
Monitoring
- Überwachung der wichtigsten Bestände weiterführen.
- Verpaarungs- und Bruterfolg erheben als Wirkungskontrolle von umgesetzten Massnahmen.
Förderung
- Hohe Dichte an insekten- und strukturreichen Biodiversitätsförderflächen wie Buntbrachen, Säumen auf Acker oder extensiv genutzten Wiesen mit Buschgruppen.
- Keine oder späte Bewirtschaftung zur Brutzeit.
- Brutschutzflächen als Notfallmassnahme in fragilen Beständen.
Forschung
- Kenntnisse verbessern zu Habitatansprüchen (Menge, Qualität, räumliche Anordnung des Bruthabitats).
- Bruterfolg und mögliche Gefährdungsursachen ermitteln.
- Ermittlung weiterer wichtiger limitierender Faktoren auf demografische Parameter.
- Sind Schweizer Bestände selbsterhaltend? Wie viel Austausch findet dazwischen statt?
Erfolgsaussichten und Prognosen
- Entwicklung in der Schweiz vermutlich abhängig von Dürren zur Brutzeit in Südeuropa, da jeweils Einflüge in der Schweiz beobachtet wurden.
- Abhängigkeit hiesiger Bestände von Einwanderung aus dem Ausland unklar.
- Zunahme von hochwertigen, spät bewirtschafteten Biodiversitätsförderflächen wirkt sich wahrscheinlich positiv auf Grauammerbestände aus.
- Klimawandel beeinflusst vermutlich sowohl Timing der Bruten und der Habitatbewirtschaftung, aber auch Einflüge.
Fördermassnahmen und Stakeholder
Biodiversitätsförderflächen anlegen
Buntbrachen, Säume auf Acker sowie extensiv bewirtschaftete und spät genutzte Wiesen und Weiden erlauben ein ungestörtes Brüten und bieten ein ausreichendes Nahrungsangebot.
Mehr anzeigen
Gemeinden
Kantone
Landwirtschaft
Extensive Bewirtschaftung fördern
Ungedüngte Wiesen, Verzicht auf Pestizide oder Mulchen fördern die Vielfalt an Pflanzen und Insekten und damit die Lebensraumqualität (Nistplätze für Bodenbrüter, Nahrungsangebot).
Mehr anzeigen
Kantone
Landwirtschaft
Späte Bewirtschaftung / Nutzung fördern
Grossflächig spät gemähte Flächen fördern lokale Bestände von Bodenbrütern am effektivsten.
Mehr anzeigen
Gemeinden
Kantone
Landwirtschaft
Kulturenvielfalt schaffen / erhöhen
Kleinparzellierte und vielfältige Kulturlandschaften bieten Lebensraum und Nahrungsgrundlage für viele Vogelarten.
Mehr anzeigen
Gemeinden
Kantone
Landwirtschaft
Kleinstrukturen fördern
Kleinstrukturen wie Ast- oder Steinhaufen fördern die Biodiversität.
Gemeinden
Landwirtschaft
Naturschutz
Private
Publikationen
©
© Ralph Martin
Vögel der Schweiz
Grauammer
Die knapp starengrosse Grauammer ist ein schlichter Vogel: zwar grösser als andere Ammern, aber unauffällig und lerchenähnlich gefärbt, ohne ein im Freiland erkennbares Prachtkleid und eher eintönig singend. Sie wirkt gedrungen und lässt die Beine bei kurzen Flugstrecken gerne hängen. Dieser Steppenvogel besiedelt bei uns die weite, offene und abwechslungsreiche Kulturlandschaft. Wei...
Zum Artportrait in der Vogeldatenbank