Uhu
Nach der Ausrottung in weiten Teilen der Schweiz begann besonders seit 2000 eine grossräumige Wiederbesiedlung, verursacht unter anderem durch starke Immigration aus Frankreich und Deutschland. Der Schweizer Bestand liegt aktuell bei mindestens 250–300 Paaren, mit zumeist positiver Tendenz.
Schutzmassnahmen sind: Sanierung gefährlicher Strommasten, Berücksichtigung der Brutplätze bei der Planung von Infrastrukturanlagen, Schutz von Brutplätzen vor Störungen sowie Intensivierung des Populationsmonitorings.
Verbreitung und Entwicklung
Lebensraum und Nahrung
Uhu
Nach der Ausrottung in weiten Teilen der Schweiz begann besonders seit 2000 eine grossräumige Wiederbesiedlung, verursacht unter anderem durch starke Immigration aus Frankreich und Deutschland. Der Schweizer Bestand liegt aktuell bei mindestens 250–300 Paaren, mit zumeist positiver Tendenz.
Schutzmassnahmen sind: Sanierung gefährlicher Strommasten, Berücksichtigung der Brutplätze bei der Planung von Infrastrukturanlagen, Schutz von Brutplätzen vor Störungen sowie Intensivierung des Populationsmonitorings.
Bestandslimitation vor allem durch geeignete Brutfelsen; Gebäude- sowie evtl. Baum- und Bodenbruten werden hier wohl zu einer gewissen Entspannung führen. Wichtigste anthropogene Todesursachen sind Stromschlag, Kollisionen mit Strassen-/Bahnverkehr, Kabeln und möglicherweise Pestizide.
- Braucht störungsfreie Nischen und Rückzugsgebiete in Felsen zur Brut und als Tageseinstand.
- Lokal durch menschliche Aktivitäten (z.B. Kletterei, Fotografieren, Forstarbeiten, Helikopterflüge, Schiesslärm) bedroht.
- Mortalität an anthropogenen Strukturen ganzjährig ein Problem.
- Brutpaare sind Standvögel, Jungvögel können weit umherstreifen. Die oben erwähnten Gefahren gelten aber im ganzen Jahresverlauf und sowohl für angesiedelte Brutpaare wie für umherstreifende Nichtbrüter.
- Teilweise werden Bestand und Bruterfolg durch Freiwillige erhoben (u.a. Jura, Solothurn, Basel-Landschaft, Aargau, Freiburg, Wallis, Graubünden).
- Dadurch werden oft schutzrelevante Information erhoben, z.B. in Bezug auf die Vermeidung von Störungen.
- Bestehendes Monitoring sollte koordiniert, intensiviert und ausgedehnt werden, Todesursachen müssten bei Totfunden systematisch erfasst werden.
- Sanierung gefährlicher Strommasten, besonders in bestehenden Revieren (v.a. Mittelspannungsmasten, Bahn-Fahrleitungsmasten).
- Berücksichtigung der Brutplätze bei der Planung von Infrastrukturanlagen wie Strassen, Leitungen, Kabel, Beleuchtungen.
- Schutz von Brutplätzen vor Störungen durch Kletterei und andere menschliche Aktivitäten.
- Verbesserte Kenntnis von Bestand und Populationsdynamik unter anderem durch Ausdehnung der Monitoringregionen und Intensivierung der Bestandsüberwachung, besonders auch unter Einbezug von Akustikloggern.
- Besonders seit den 2000er-Jahren hat sich der Uhu erst in der Nordschweiz und danach auch in vielen anderen Landesteilen immer stärker ausgebreitet, vermutlich besonders durch Immigration aus den schon früher erstarkenden Populationen in Frankreich und Deutschland.
- Eine weitere Bestandsverdichtung und Arealausdehnung erscheint wahrscheinlich.
- In einigen inner- und südalpinen Gebieten (Tessin) bisher stagnierende Bestände.
Unschädlichmachen von gefährlichen Strommasten, besonders im Bereich von bestehenden Uhurevieren.
Schutz von Uhubrutplätzen vor absichtlichen (z.B. Fotografen) und unabsichtlichen Störungen (z.B. Klettern, Geo-Caching, Forstarbeiten).