Feldlerche
Verbreitung und Entwicklung
Lebensraum und Nahrung
Feldlerche
Feldlerchen kompensieren als Bodenbrüter hohe Brutverluste mit mehreren Bruten. Doch zu häufige Bewirtschaftungsschritte verhindern erfolgreiches Brüten, Düngung und Insektizide beeinträchtigen Bruthabitat und Nahrung und Zersiedelung lässt den Lebensraum zunehmend verschwinden.
- Bruthabitat beeinträchtigt durch zu dicht wachsende Kulturen, fehlende Vegetation (z.B. im Mais) und zu grosse Felder.
- Zu frühes und häufiges Mähen (mindestens 7 Wochen Pause sind nötig).
- Hohes Prädationsrisiko an Feldrändern oder schmalen Streifen.
- Niedriges Insektenangebot durch Insektizide.
- Feldlerchen überwintern aufgrund milderer Wintern häufiger auch in der Schweiz (v.a. Region Genf).
- Der Rückgang von Getreidestoppelbrachen führt vermutlich zu einem eingeschränkten Angebot an Körnernahrung.
- Teilweise werden ziehende Feldlerchen in Südeuropa immer noch bejagt.
- Langzeitmonitorings als Erfolgskontrolle in Projektgebieten (z.B. Klettgau SH, Schamserberg GR).
- In Hotspotgebieten mit hohen Dichten sind separate Erhebungen nötig.
- Es gibt Vorkommens- und Potenzialkarten fürs Mittelland und für Wiesenbrüter in höheren Lagen.
- Nötig ist ein Mix aus verschiedenen Massnahmen.
- Biodiversitätsförderflächen in genügender Menge an geeigneter, offener Lage (Bunt- und Rotationsbrachen, Ackerschonstreifen, Säume auf Ackerland und extensive Wiesen).
- Massnahmen auf Produktionsflächen wie kleinere Parzellen, extensiver Anbau (Reduktion von Pestiziden), Weitsaat, Patches, Untersaaten.
- Feldlerchenfreundliche Anbausysteme entwickeln und regionalisieren.
- Massnahmen auf Produktionsflächen untersuchen (Weitsaat, Untersaaten).
- Bruterfolg in unterschiedlichen Kulturen erheben und vergleichen.
- Ohne gezielte Schutzmassnahmen werden die Bestände weiter schrumpfen.
- Oft zu intensive Landwirtschaft im geeigneten Lebensraum der Feldlerche («landwirtschaftliche Gunstlagen»).
- Offenhaltung der Landschaft ist gebietsweise herausfordernd. Eine Sensibilisierung und Miteinbezug der Raumplanung ist nötig.
- Entwicklung regionaler Förderprojekte vor allem in bestehenden Beständen nötig.
- Fokus vermehrt auch auf alpine Bestände legen.
Eine lückige Vegetation verbessert die Nahrungszugänglichkeit und -aufnahme auf dem Boden. Da Feldlerchen in Kulturen brüten, können Massnahmen für eine lückige Vegetation auch dort sinnvoll sein.