Wachtelkönig
Verbreitung und Entwicklung
Lebensraum und Nahrung
Wachtelkönig
Die fortschreitende Intensivierung der Landwirtschaft führt zu frühzeitiger Mahd, zerstörten Nestern und Lebensraumverlust. Überdüngung, Einsatz von Pestiziden und Prädatoren (Fuchs, Marder, Hermelin) belasten die Population zusätzlich.
- Frühe Mahd zerstört Gelege oder tötet Jungvögel.
- Strukturarmes Grünland erschwert die Anlage von Nestern.
- Fressfeinde wie Fuchs, Marder und Greifvögel prädieren Nester und Küken.
- Lebensraumverlust in Afrika durch Überweidung, Brände, Umwandlung in Ackerland.
- Illegale Bejagung auf dem Zugweg (z.B. Mittelmeerraum, Ägypten).
- Dürren auf dem Zugweg oder im Winterquartier.
- Schweizweite Erfassung rufender Individuen fortsetzten.
- Langfristiges Monitoring ist wichtig zur Erkennung von Trends und Wirkung von Schutzmassnahmen.
- Einsatz automatischer Akustikgeräte prüfen.
- Förderung spät gemähter, artenreicher Wiesen mit hoher Vegetation.
- Zusammenarbeit mit Landwirt:innen und Kantonen.
- Schaffung von «early cover»-Flächen durch gezielte Ansaat von Brennesseln oder Schwertlilien.
- Untersuchungen zur Reproduktion, Neststandorten und Bruterfolg.
- Ursachen für Bestandsveränderungen identifizieren.
- Kenntnisse zu Zugrouten und Wintergebiete verbessern.
- Nestersuche und -schutz durch Einsatz von Wärmebilddrohnen (Pilotversuche) testen
- Ohne gezielte Schutzmassnahmen droht der Wachtelkönig in der Schweiz auszusterben.
- Lebensraumaufwertungen für Wachtelkönige funktionieren und können auch in der Schweiz wieder für eine positive Bestandesentwicklung sorgen.
- Internationale Kooperation und Schutz auf dem Zugweg sind entscheidend für den langfristigen Erhalt der Art.
Mahd erst ab 15. August und 10–20 % ungemähte Rückzugsstreifen (late cover) zur Sicherung von Bruten und Nahrungsverfügbarkeit.
Prämien für funktionale Lebensräume statt Flächenzahlung. Beurteilung anhand Vegetationshöhe, Feuchte, Struktur. Einsaat von Wiesen-Kerbel, Wiesen-Bärenklau und Engelwurz fördert die Insektenvielfalt, schafft Deckung und sichert den Bruterfolg.
Individuelle Beratung, z.B. zu Schnittzeitpunkten, Mahdtechniken und Förderoptionen, inklusive Monitoring der Wirksamkeit.
Mosaikartige Mahd in Etappen schafft Rückzugsräume, sichert Bruten und verlängert die Habitatverfügbarkeit bis in den Spätsommer.
Ansaat von spezifischen «early cover»-Flächen mit Brennesseln, Schwertlilien und Rohrglanzgras.