Steinkauz
Verbreitung und Entwicklung
Lebensraum und Nahrung
Steinkauz
Die Ausdehnung von Siedlungen und der damit einhergehende Verlust von Hochstammobstgärten, der Verlust von Bruthöhlen sowie das Fehlen von strukturreichen Flächen mit niedriger Vegetation und von kleinparzellierten, mosaikreichen Kulturlandschaften bedrohen den Steinkauz.
- Fehlende Sitzwarten und Mangel an strukturreichen Flächen verringern das Nahrungsangebot und erschweren den Zugang zur Beute.
- Nasskalte Witterung (Mai–Juli) senkt den Bruterfolg.
- Fehlende sichere Bruthöhlen und Verstecke erhöhen Brutverluste und Jungvogelsterblichkeit.
- Schneereiche Winter mit andauernder Schneedecke reduzieren Beuteverfügbarkeit.
- Jährliche Erhebung der Bestände in allen Regionen mit Steinkauzvorkommen.
- Erfolgskontrollen von Massnahmen durch lokale Überwachung der Anzahl Brutpaare und Bruterfolg.
- Lokale Beringungsprojekte.
- Sicherung bestehender Brutplätze durch deren Schutz.
- Verbesserung der Qualität der Lebensräume.
- Anlage von beutereichen Flächen in der Nähe von Brutstandorten.
- Erhalt und Erneuerung von Hochstammobstgärten und Einzelbäumen mit extensiven Wiesen und Kleinstrukturen.
- Gestaffelte Mahd.
- Anbringen von mardersicheren Niströhren.
- Langzeitstudien zur Effektivität von Nistkastenprogrammen und Habitatmangagement fehlen.
- Bedarf an Entwicklung und Evaluierung praxisnaher Massnahmen für verschiedene Lebensraumtypen.
- Bestände in der Schweiz nehmen leicht zu.
- Entscheidend für eine positive Entwicklung sind der Erhalt und die Aufwertung besetzter Standorte sowie die Vernetzung und Verbesserung geeigneter Lebensräume.
- Schutzmassnahmen, Bruthöhlenförderung (auch mittels Nisthilfen) und Lebensraumverbesserung bieten Chancen.
- Zersiedelung, Strukturverlust und Nahrungsmangel bleiben jedoch Herausforderungen.
Hochstammobstgärten mit extensivem Unternutzen sind ein wichtiger Lebensraum für den Steinkauz.
Auf bekannte Nistplätze des Steinkauzes muss bei Bauvorhaben Rücksicht genommen werden.
Die Anbringung und der Unterhalt von Nistkästen wirkt dem Mangel an natürlichen Nistgelegenheiten entgegen.
Brachen, extensive Wiesen und Weiden erhöhen das Nahrungsangebot.
Gestaffelte Mahd führt zu einem Mosaik an niedriger und hoher Vegetation und optimiert die Erreichbarkeit und das Angebot an Nahrung.
Kleinstrukturen wie Ast- und Steinhaufen, offene Bodenstellen, Wegränder und Säume auf Acker erhöhen das Nahrungsangebot.