Dorngrasmücke
Verbreitung und Entwicklung
Lebensraum und Nahrung
Dorngrasmücke
Die Dorngrasmücke ist vor allem durch den Lebensraumverlust im Brutgebiet gefährdet. Strukturverarmung und intensive Nutzung des Kulturlandes führen zum Rückgang geeigneter Flächen. Auch Trockenperioden im Winterquartier wirken sich negativ aus.
- Verlust des Lebensraums: Verschwinden von Hecken, Brachen und ungenutzter Randzonen im offenen Kulturland.
- Intensive Landwirtschaft: Pestizide reduzieren das Nahrungsangebot.
- Ausgeprägte Dürren im Winterquartier führen zu geringerem Überleben.
- Systematische Erhebung lokaler Populationen als Grundlage für Erfolgskontrollen gezielter Massnahmen.
- Der nationale Trend sollte weiterhin überwacht werden.
- Gezielte Massnahmen durch lokale Förderprojekte umsetzen, welche die Lebensraumqualität der Dorngrasmücke verbessern.
- Schaffung spezifischer Förderflächen im offenen, sonnigen Kulturland.
- Alte Brachen mit angepasster Pflege sind ideal.
- Angepasster Unterhalt und Pflege von dornreichen Niederhecken.
- Lebensraumansprüche und Fördermassnahmen sind grösstenteils bekannt.
- Überwinterungsquartier: Kenntnisse verbessern zum Einfluss von Dürreperioden und Klimawandel auf die Populationen.
- Lokale Erfolge dank Naturschutzprojekten mit gezielten Massnahmen im offenen Kulturland wie Anlage von Buntbrachen, Hecken und strukturreichen Säumen.
- Ohne Erhalt und Förderung von Strukturelementen des Kulturlands sind weitere Rückgänge zu erwarten.
- Klimawandelbedingte Dürren im Winterquartier könnten künftige Einbrüche verursachen, wie in den 1960er-Jahren.
Buntbrache in offener Kulturlandschaft – Buntbrachen sollten nicht in unmittelbarer Waldnähe angelegt werden, sondern an einem sonnigen, offenen Standort.
Niedrige Hecken – eine entsprechende Pflege ist entscheidend, um die Hecken als geeigneten Lebensraum zu erhalten.
In Buntbrachen und Säumen im offenen Kulturland Kleinstrutkturen wie Ast- oder Steinhaufen anlegen.
Ein Verzicht auf Pestizide fördert Insekten und erhöht so das Nahrungsangebot.