Zwergohreule
Anfang der 2000er-Jahre war die Art in der Schweiz fast ausgestorben, besiedelt nun aber langsam wieder ehemals bewohnte, aber auch neue Gebiete. Sie kommt vor allem in wärmeren Regionen wie dem Wallis und Tessin vor.
Gefördert werden kann die Zwergohreule durch den Erhaltung von Mager- und Extensivwiesen, dem Anlegen von Altgrasstreifen sowie dem Erhalt von Höhlenbäumen und Anbringen von Nisthilfen.
Verbreitung und Entwicklung
Lebensraum und Nahrung
Zwergohreule
Anfang der 2000er-Jahre war die Art in der Schweiz fast ausgestorben, besiedelt nun aber langsam wieder ehemals bewohnte, aber auch neue Gebiete. Sie kommt vor allem in wärmeren Regionen wie dem Wallis und Tessin vor.
Gefördert werden kann die Zwergohreule durch den Erhaltung von Mager- und Extensivwiesen, dem Anlegen von Altgrasstreifen sowie dem Erhalt von Höhlenbäumen und Anbringen von Nisthilfen.
Die intensive Bewirtschaftung des Kulturlands und der damit verbundene Mangel an Strukturen, wie Höhlenbäumen und Hecken. Der Einsatz von Pestiziden und die Bewässerung von Mähwiesen führen zu einem Rückgang der Dichte und Vielfalt an Insekten und zum Fehlen von Nistmöglichkeiten.
- Mangel an Nistplätzen (isolierte, alte Bäume fehlen).
- Geringe Insektendichte (hauptsächlich Heuschrecken).
- Störungen durch den Menschen vor allem in der Paarbildungsphase.
- Die Vögel durchqueren Gebiete, in denen noch intensiv gejagt und mit Netzen gefangen wird.
- Die Wüstenbildung im Sahelgürtel durch Klimaerwärmung und Übernutzung der Böden stellt wahrscheinlich ein Problem in den Winterquartieren dar.
- Jährliches Monitoring der Sänger und Brutpaare im Wallis und Tessin zur Bestandserfassung.
- Das Monitoring der Zwergohreule sollte zwischen dem 20. April und dem 10. Mai durchgeführt werden, da danach die Gesangsaktivität stark abnimmt.
- Förderung der extensiven Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen.
- Förderung der Strukturierung der Landschaft durch die Anpflanzung von Hecken, Einzelbäumen und Hochstammbäumen.
- Förderung der Insektenvielfalt, z.B. mittels Altgrasstreifen.
- Anbringen von Nisthilfen.
- Schärfung des Bewusstseins für Störungen der nistenden Avifauna.
- Ermittlung der Dichte von Insekten, vor allem von Heuschrecken.
- Abschätzung möglicher Unterschiede zur Klärung der unterschiedlichen Bestandsentwicklung in den Verbreitungsgebieten im Wallis und im Tessin.
- Forschung über die Grösse und Nutzung der Jagdreviere.
- Die Art profitiert vom fortschreitenden Klimawandel.
- Die Entwicklung im Wallis lässt auf einen weitere Bestandszunahme hoffen, während die künftige Entwicklung im Tessin unsicherer ist, da sie aufgrund ihrer geringen Grösse anfälliger für zufällige Schwankungen ist.
- Die anhaltende Intensivierung der Landwirtschaft in mittleren Lagen u.a. wegen vermehrter Bewässerung von Mähwiesen, aber auch die Ausdehnung von Siedlungen, stellt eine Gefahr dar.
Buntbrachen, Säume auf Acker sowie extensiv bewirtschaftete, gestaffelt oder spät genutzte Wiesen und Weiden bieten ein ausreichendes Nahrungsangebot.
Höhlenbäume bieten Nistmöglichkeiten für verschiedenste Vogelarten, wie auch für die Zwergohreule.
Die Anbringung und der Unterhalt von Nistkästen wirkt dem Mangel an natürlichen Nistgelegenheiten entgegen.