Artenförderung Vögel Schweiz - Prioritätsarten
Grauspecht
Der Grauspecht besiedelt strukturreiche, ausgedehnte Auen-, Eichen- und Buchenwälder. Reviere weisen oft Altbestände mit Buchen und Totholz sowie offene Gebiete wie junge Sukzessionsstadien oder extensiv genutztes Kulturland auf. Als Nahrung werden ganzjährig verschiedene Stadien von Ameisen der Familie Formicidae bevorzugt.
Während der letzten Jahrzehnte hat der Grauspecht insbesondere in Westeuropa, so auch in der Schweiz, drastische Bestandseinbussen erlitten. Umgekehrt wurden neue Gebiete im Nordosten des Verbreitungsgebiets besiedelt. Viele Aspekte der Ökologie der Art und damit auch der für diese Veränderungen möglichweise wichtigen Faktoren sind nach wie vor unbekannt. Aufgrund des Wissensmangels bleiben konkrete Fördermassnahmen schwierig.
Während der letzten Jahrzehnte hat der Grauspecht insbesondere in Westeuropa, so auch in der Schweiz, drastische Bestandseinbussen erlitten. Umgekehrt wurden neue Gebiete im Nordosten des Verbreitungsgebiets besiedelt. Viele Aspekte der Ökologie der Art und damit auch der für diese Veränderungen möglichweise wichtigen Faktoren sind nach wie vor unbekannt. Aufgrund des Wissensmangels bleiben konkrete Fördermassnahmen schwierig.
Verbreitung und Entwicklung
Schematisierte Verbreitung
Schematisierte Verbreitung zur Brutzeit (ocker), im Winter (blau punktiert) oder zu den Zugzeiten (weinrot punktiert).
Brutbestandsindex
Die Grafik zeigt die relative Entwicklung des Brutbestands in der Schweiz (100 = Mittelwert). Lesebeispiel: Ein Wert von 130 bedeutet, dass der Bestand im entsprechenden Jahr 30% über dem Mittelwert der gesamten berücksichtigten Zeitperiode lag.
Lebensraum und Nahrung
Artenförderung Vögel Schweiz - Prioritätsarten
Grauspecht
Der Grauspecht besiedelt strukturreiche, ausgedehnte Auen-, Eichen- und Buchenwälder. Reviere weisen oft Altbestände mit Buchen und Totholz sowie offene Gebiete wie junge Sukzessionsstadien oder extensiv genutztes Kulturland auf. Als Nahrung werden ganzjährig verschiedene Stadien von Ameisen der Familie Formicidae bevorzugt.
Während der letzten Jahrzehnte hat der Grauspecht insbesondere in Westeuropa, so auch in der Schweiz, drastische Bestandseinbussen erlitten. Umgekehrt wurden neue Gebiete im Nordosten des Verbreitungsgebiets besiedelt. Viele Aspekte der Ökologie der Art und damit auch der für diese Veränderungen möglichweise wichtigen Faktoren sind nach wie vor unbekannt. Aufgrund des Wissensmangels bleiben konkrete Fördermassnahmen schwierig.
Während der letzten Jahrzehnte hat der Grauspecht insbesondere in Westeuropa, so auch in der Schweiz, drastische Bestandseinbussen erlitten. Umgekehrt wurden neue Gebiete im Nordosten des Verbreitungsgebiets besiedelt. Viele Aspekte der Ökologie der Art und damit auch der für diese Veränderungen möglichweise wichtigen Faktoren sind nach wie vor unbekannt. Aufgrund des Wissensmangels bleiben konkrete Fördermassnahmen schwierig.
Gefahren, Aktivitäten und Prognosen
Limitierende Faktoren und Gefahren
Der Grauspecht braucht totholzreiche, eher lichte Misch- und Laubwälder mit grossflächig vorhandenen alten Bäumen, insbesondere Buchen. Zudem ist er auf locker bewachsenen Boden im Wald und in Wiesen mit genügendem Nahrungsangebot, insbesondere Ameisen, angewiesen.
Brutzeit
- Habitate mit ausreichendem Nahrungsangebot, insbesondere Ameisen der Familie Formicidae.
- Grosse, alte Buchen mit absterbenden oder toten Stellen zur Anlage der Bruthöhle.
- Stehendes Totholz.
Zug/Winter
- Habitatansprüche wie zur Brutzeit.
- Zusätzlich alte grobborkige Laubbäume für die Winternahrung.
Notwendige Aktivitäten
Monitoring
- Jährliche Kartierungen im Rahmen des Monitoring Häufige Brutvögel.
- In den Schwerpunktkantonen sollten gezielte Kartierungen mit Klangattrappen zur gezielten Erfassung der Bestandsgrössen gemacht werden.
Förderung
- Buchenaltbestände erhalten und schaffen.
- Renaturierung von Auenwäldern.
- Stehendes Totholz, Biotopbäume und Höhlenbäume ausser- und innerhalb von Altholzbeständen dauerhaft erhalten (markieren).
- Keine bzw. nur gezielte forstlichen und landwirtschaftlichen Eingriffe in bekannten Grauspechthabitaten.
Forschung
- Untersuchung der Habitatwahl und -nutzung grossräumig auf Landschaftsebene und kleinräumig im Bestand.
- Bedeutung von Ameisen als limitierender Faktor im Jahresverlauf ermitteln.
- Studien zu Reproduktion, Überleben, Immigration, Emigration sowie zu (Umwelt-)Faktoren, die diese beeinflussen.
- Rolle des Klimawandel klären.
Erfolgsaussichten und Prognosen
- Art profitiert von Waldnaturschutz, der Förderung von alten Laubwäldern mit Mikrohabitaten und der Totholzzunahme.
- Anhaltender Stickstoffeintrag über die Luft könnte sich nachteilig auf Ameisenpopulationen auswirken.
- Globale Erwärmung führt möglicherweise zu weiterer Verschiebung der Verbreitung nach Nordosten.
- Steigende Holznachfrage birgt Gefahr für Totholz und alte Bäume.
Fördermassnahmen und Stakeholder
Waldreservate einrichten
Sonder- oder Naturwaldreservate ermöglichen gezielte Massnahmen zur Förderung von ausgewählten Arten resp. Artgemeinschaften.
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Forstwirtschaft
Gemeinden
Kantone
Totholzanteil erhöhen
Stehendes und liegendes Totholz fördert das Insektenangebot und die Nistmöglichkeiten für Höhlenbrüter.
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Forstwirtschaft
Gemeinden
Kantone
Pärke
Höhlenbäume erhalten
Absterbende und tote Bäume zu erhalten, fördert das Angebot potenzieller Höhlenbäume, in denen der Grauspecht Bruthöhle bauen kann.
Forstwirtschaft
Gemeinden
Naturschutz
Pärke
Publikationen
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© Ralph Martin
Vögel der Schweiz
Grauspecht
Der Grauspecht gehört mit dem Grünspecht zu den «Erdspechten», die ihre Nahrung vorwiegend auf dem Boden suchen. Obwohl er fast so gross ist wie der Grünspecht, ist der heimlicher lebende Grauspecht ungleich schwieriger zu lokalisieren. Am ehesten verrät er sich durch die fallende, etwas melancholisch wirkende Rufreihe. Über seine Lebensweise ist vergleichsweise wenig bekannt....
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