Waldlaubsänger
Am wichtigsten ist der Brutlebensraumverlust durch gewandelter Waldbau, zu hohe Stickstoffeinträge und Extremereignisse. Prädation, Störungen und Winterlebensraumveränderung scheinen bis anhin wenig limitierend. Die wichtigste Massnahme ist Altersklassenwald mit langen Umtriebszeiten.
Verbreitung und Entwicklung
Lebensraum und Nahrung
Waldlaubsänger
Am wichtigsten ist der Brutlebensraumverlust durch gewandelter Waldbau, zu hohe Stickstoffeinträge und Extremereignisse. Prädation, Störungen und Winterlebensraumveränderung scheinen bis anhin wenig limitierend. Die wichtigste Massnahme ist Altersklassenwald mit langen Umtriebszeiten.
Hauptursache für den Rückgang der Art ist der Brutlebensraumverlust durch waldbauliche Veränderungen, zu hohe Stickstoffeinträge und Extremereignisse. Prädation durch Wild- oder Haustiere, menschliche Störungen und Winterlebensraumveränderung gelten bislang als vernachlässigbar.
- Zunahme von Dauerwald oder anderem strukturreichen Waldtypen, kürzere Umtriebszeiten und standortfremde Baumarten (v.a. Mittelland) verringern Qualität des Bruthabitats.
- Prädation durch Wild-/Haustiere und menschliche Störungen spielen eine untergeordnete Rolle.
- Nebst allgemeinen Gefahren für Zugvögel auf Zug und Rastplätzen keine spezifischen Gefahren bekannt.
- Lebensraum im Wintergebiet bisher scheinbar höchstens kleinräumig limitierend.
- Urwaldauflichtungen für Kulturen unter lichtem Schirm könnten bis anhin sogar begünstigend gewirkt haben.
- Als einfach zu kartierende Art ist der Waldlaubsänger über das Monitoring Häufige Brutvögel (MHB) der Schweizerischen Vogelwarte für allgemeine Aussagen gut erfassbar.
- Gezielte Kartierungen werden empfohlen, um besiedelte Waldbestände zu finden und dieses Wissen an kantonale und forstliche Verantwortliche zu tragen.
- Die waldbauliche Betriebsart des Altersklassenwaldes muss auf standörtlich geeigneten Flächen weiterhin praktiziert werden.
- Nutzungsverzicht (Prozessschutz) besiedelter Bestände oder geeigneter Waldgesellschaften.
- Aufwertungen (Entfernung der Strauchschicht) geeigneter Waldbestände als Leuchtturmprojekte.
- Es fehlen Daten zu jährlichen Überlebensraten, Mortalität auf dem Zug und Mortalität im Wintergebiet (technisch zurzeit kaum machbar).
- Überwachung der Landnutzungsentwicklung der Überwinterungsgebiete.
- Ermittlung der wahrscheinlichsten kausalen Wirkungskette bezüglich Waldlaubsänger und Baumsamenmast.
- Zunahme von Dauerwald, kürzerer Umtriebszeiten, Klimawandel sowie hoher Stickstoffeinträge führt zum Rückgang von einschichtigen Hochwäldern, und somit des Waldläubsängers.
- Verständnis dieses Waldtypes in Forstfachkreisen steigt und klimawandelbedingte Veränderungen der Waldgesellschaften könnten neue Waldbestände erschliessen.
- Möglicher Lebensraumverlust durch Landnutzungsänderungen im Winterquartier könnte sich negativ auswirken.
Sonder- oder Naturwaldreservate (vor allem für geschlossene Laubmischwälder) ermöglichen gezielte Massnahmen zur Förderung des Waldlaubsängers.
Aufwertungen (Entfernung Strauchschicht) in geeigneten Waldbeständen als Leuchtturmprojekte. Waldbauliche Pflegeeingriffe so durchführen, dass offener Stammbereich entsteht.