Artenförderung Vögel Schweiz - Prioritätsarten
Weissrückenspecht
Der Weissrückenspecht lebt in grossen, zusammenhängenden Laub- und Mischwäldern mit einem sehr hohen Anteil Alt- und Totholz. Dabei besiedelt er nicht oder länger nicht bewirtschaftete Wälder, Waldreservate sowie extensiv bewirtschaftete Schutz- und Wirtschaftswälder mit viel Totholz, wobei die Totholzmenge in Teilbereichen der Reviere über 50 m³/ha beträgt. Die Art kehrte in den 1990er-Jahren in die Schweiz zurück und kommt heute in der Ostschweiz in Buchen- und Buchen-Tannenwälder zwischen 500 und 1400 m ü.M. vor. Für den Erhalt und die Förderung des Weissrückenspechts sind Naturwaldreservate sowie nicht oder extensive bewirtschaftete Wälder mit einem hohen Alt- und Totholzanteil zentral.
Verbreitung und Entwicklung
Schematisierte Verbreitung
Schematisierte Verbreitung zur Brutzeit (ocker), im Winter (blau punktiert) oder zu den Zugzeiten (weinrot punktiert).
Lebensraum und Nahrung
Artenförderung Vögel Schweiz - Prioritätsarten
Weissrückenspecht
Der Weissrückenspecht lebt in grossen, zusammenhängenden Laub- und Mischwäldern mit einem sehr hohen Anteil Alt- und Totholz. Dabei besiedelt er nicht oder länger nicht bewirtschaftete Wälder, Waldreservate sowie extensiv bewirtschaftete Schutz- und Wirtschaftswälder mit viel Totholz, wobei die Totholzmenge in Teilbereichen der Reviere über 50 m³/ha beträgt. Die Art kehrte in den 1990er-Jahren in die Schweiz zurück und kommt heute in der Ostschweiz in Buchen- und Buchen-Tannenwälder zwischen 500 und 1400 m ü.M. vor. Für den Erhalt und die Förderung des Weissrückenspechts sind Naturwaldreservate sowie nicht oder extensive bewirtschaftete Wälder mit einem hohen Alt- und Totholzanteil zentral.
Gefahren, Aktivitäten und Prognosen
Limitierende Faktoren und Gefahren
Alt- und toholzreiche, zusammenhängende, grossflächige Laub- und Mischwälder mit Totholzmengen über 50 m³/ha in Teilbereichen der Reviere (20–120 ha) sind limitierend. Gefährdung durch kürzere Umtriebszeiten und das Entfernen von Höhlen-/Habitatbäumen.
Brutzeit
- Mangel an grossen, zusammenhängenden Laub- und Mischwäldern mit Totholzmengen über 50 m³/ha.
- Entfernung von Bruthöhlen und Habitatbäumen.
- Entfernung von alten Laubbäumen und stehendem Totholz.
Zug/Winter
- Wie Brutzeit.
Notwendige Aktivitäten
Monitoring
- Kartierungen mit Klangattrappen alle 5–10 Jahre in Vorkommensgebieten.
- In ausgewählten Regionen (z.B. Graubünden, Glarus) finden teilweise jährlich Kartierungen statt.
- Monitoring im gesamten Areal zur Berechnung eines Brutbestandsindex ist aufgrund der tiefen Antreffwahrscheinlichkeit und des hohen Aufwands nicht möglich.
Förderung
- Verlängern der Umtriebszeiten.
- Profitiert von Wäldern, die seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr bewirtschaftet wurden.
- Extensive Bewirtschaftung und Totholzförderung in Schutz- und Nutzwäldern.
- Einrichten von Naturwaldreservaten, Alt- und Totholzinseln.
- Stehenlassen von bekannten und potenziellen Höhlenbäumen.
Forschung
- Weiterhin Wissenslücken bezüglich Brutbiologie und Populationsdynamik.
- Lebensraumeignung und Totholzverfügbarkeit für die Art in der Schweiz unbekannt.
- Ausbreitungsverhalten junger Vögel unbekannt.
Erfolgsaussichten und Prognosen
- Die Art profitiert von Waldnaturschutz, die Umwandlung Nadelwälder zu Laubmisch ist ebenso vorteilhaft, auch die Totholzzunahme.
- Seit Jahrzehnten nicht mehr bewirtschaftete Wälder wichtig.
- Schutzwaldbewirtschaftung mit Alt- und Totholzförderung zentral.
- Alte Laub-, Misch- und Auenwälder mit Mikrohabitaten fördern.
- Steigende Holznachfrage/kürzere Umtriebszeiten könnten Altholzbestände und Totholz reduzieren.
Fördermassnahmen und Stakeholder
Totholzanteil erhöhen
Stehendes und liegendes Totholz fördert das Insektenangebot und die Nistmöglichkeiten für Höhlenbrüter.
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Höhlenbäume erhalten
Höhlenbäume bieten Nistmöglichkeiten für verschiedenste Vogelarten.
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Publikationen
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© Marcel Burkhardt
Vögel der Schweiz
Weissrückenspecht
Der Weissrückenspecht ist der grösste und seltenste der schwarzweissen Spechte. Wegen seiner hohen Lebensraumansprüche – naturnahe Wälder mit vielen absterbenden und toten Bäumen – ist das Vorkommen des Weissrückenspechts auf entlegene und schwer zugängliche Wälder beschränkt. Er hat eine heimliche Lebensweise und ist am ehesten in der Balzperiode zu beobachten....
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