Alpensegler
Verbreitung und Entwicklung
Lebensraum und Nahrung
Alpensegler
Immer wieder sind Brutplätze in und an Gebäuden durch Bauvorhaben gefährdet. Bruten in Storenkasten sind zudem stark auf die menschliche Toleranz angewiesen. Als Koloniebrüter ist der Alpensegler teilweise anfällig auf Prädation (z.B. durch Marder) oder Krankheiten.
- Geeignete Nistgelegenheiten in Gebäuden begrenzen Verbreitung und Paarzahlen.
- Schlechtwetterphasen und Krankheiten während Brutzeit sind nachteilig für den Bruterfolg.
- Klimatische Anomalien während des Winters oder während des Vogelzugs können Alpensegler dazu zwingen, zu landen.
- Exposition in Überwinterungsgebieten gegenüber Pestiziden, die in Europa verboten sind.
- Bestandsentwicklung wird im Rahmen der Überwachungsprojekte der Schweizerischen Vogelwarte verfolgt (Monitoring Häufige Brutvögel).
- Entwicklung des Alpenseglerbestands in etlichen Gebäudekolonien wird durch die Schweizerische Vogelwarte in Zusammenarbeit mit den freiwilligen Koloniebetreuerinnen und -betreuern verfolgt.
- Gut wäre die Überwachung der Situation der Bestände im natürlichen Lebensraum und Schutz dieser Brutkolonien.
- Schutz der Brutplätze bei Bauvorhaben, z.B. mittels Gebäudebrüterinventaren.
- Bereitstellen von künstlichen Nisthilfen – bei Renovationen, aber auch schon beim Neubau miteinplanen.
- Sensibilisierung und Beratung von Interessensvertreterinnen und Akteuren.
- Auswirkungen des Klimawandels auf Gesundheit und Demografie.
- Auswirkungen von Insektiziden und anderer Schadstoffe auf Gesundheit und Demografie.
- Erforschung von Krankheiten und deren Einfluss auf die Kolonien.
- Abgesehen von möglichen witterungsbedingten Rückschlägen während der Brutzeit steht einer weiteren Bestandszunahme der Gebäudebrüter nichts im Weg.
- Der Bestand würde aber wahrscheinlich rasch zurückgehen, wenn die Schutz- und Förderungsmassnahmen nicht weitergeführt würden.
Die standorttreuen Alpensegler sind auf das langfristige Bestehen der Nistplätze angewiesen. Ein wichtiges Element sind hierfür Gebäudebrüterinventare.
Mittels Nisthilfen können zusätzliche Brutplatzangebote geschaffen werden.