Schleiereule
In der Schweiz brütet die Schleiereule vorwiegend im Flachland unterhalb von 700 m ü.M. Der Bestand zeigt starke jährliche Schwankungen.
Das Bereitstellen von Nisthilfen in weiträumigen Landwirtschaftsgebieten ist eine effiziente Methode zur Förderung der Schleiereule. Das Nahrungsangebot kann durch Biodiversitätsförderflächen, gestaffelte Mahd und Kleinstrukturen gefördert werden.
Verbreitung und Entwicklung
Lebensraum und Nahrung
Schleiereule
In der Schweiz brütet die Schleiereule vorwiegend im Flachland unterhalb von 700 m ü.M. Der Bestand zeigt starke jährliche Schwankungen.
Das Bereitstellen von Nisthilfen in weiträumigen Landwirtschaftsgebieten ist eine effiziente Methode zur Förderung der Schleiereule. Das Nahrungsangebot kann durch Biodiversitätsförderflächen, gestaffelte Mahd und Kleinstrukturen gefördert werden.
Limitierend für die Schleiereule sind vor allem das Verschwinden von Brutplätzen, schlechtere Verfüg- und Erreichbarkeit von Kleinsäugern durch intensive Landwirtschaft, Schlechtwetterperioden zur Brutzeit sowie schneereiche Winter. Auch fordert der Strassenverkehr viele Opfer.
- Verlust von Brutplätzen durch Gebäuderenovationen oder Verschwinden von Feldscheunen.
- Durch intensivierte landwirtschaftliche Nutzung und Überbauung werden Jagdgebiete unattraktiv.
- Schlechtwetterperioden zur Nestlingszeit erhöhen die Sterblichkeit von Jungtieren.
- Nahrungsverfüg- und -erreichbarkeit im Winter beeinflussen die Bestände massgeblich, insbesondere eine länger dauernde Schneebedeckung führt zu starker Bestandsreduktion.
- Gefahr von Kollissionen im Strassenverkehr vor allem für abwandernde Jungtiere.
- Im Rahmen des integrierten Populationsmonitorings der Schweizerischen Vogelwarte sammeln freiwillige Mitarbeitende in etlichen Projektgebieten jährlich Daten zu Bestand und Bruterfolg.
- Extensivierung der Landwirtschaft, Förderung von Biodiversitätsförderflächen und Strukturen wie Ackerschonstreifen, Brachen, Buschgruppen, Hecken und vielfältigen Randstrukturen.
- Erhalt von artenreichem Grünland.
- Sitzwarten können den Jagderfolg erhöhen.
- Erhalt und Ausbau des Nistplatzangebots, Anbringen und Unterhalt von Nistkästen.
- Aktuell verschiedene Forschungsaktivitäten zu Habitatwahl, Bruterfolg und Ausbreitungsverhalten.
- Auswirkungen von sozialen und nicht sozialen Umweltfaktoren auf die Fitness von Schleiereulen werden untersucht.
- Untersuchungen zum Einfluss von Lichtverschmutzung auf das Verhalten der Schleiereule laufen.
- Profitiert von milden Wintern.
- Dank den bereitgestellten Nisthilfen ist das Angebot an Nistplätzen in einigen Regionen kein limitierender Faktor.
- Hohe Verluste durch zunehmenden Strassenverkehr.
- Der Schleiereulenbestand wird sich nur dann im heutigen Rahmen halten können, wenn die laufenden Aktivitäten zum Schutz und zur Förderung der Art weitergeführt werden.
Buntbrachen, Säume auf Acker sowie extensiv bewirtschaftete und spät genutzte Wiesen und Weiden bieten ein ausreichendes und zugängliches Nahrungsangebot.
Einzelsträucher, Bäume, Hecken oder Holzpfosten können als Jagdwarten dienen und verbessern die Lebensraumausstattung.
Die Anbringung und der Unterhalt von Nistkästen in der Nähe von geeigneten Jagdflächen wirkt dem Mangel an natürlichen Nistgelegenheiten entgegen.
Ungedüngte Wiesen, Verzicht auf Pestizide oder Mahd fördern die Lebensraumqualität (Nahrungsangebot).