Bartgeier
Verbreitung und Entwicklung
Lebensraum und Nahrung
Bartgeier
Kollisionen mit verschiedenen, vom Menschen errichteten Bauten (z. B. Stromleitungen) und Störungen am Nest sind die grössten Gefahren für den Bartgeier. Er ist zudem anfällig für Vergiftungen (Blei, vergiftete Köder, illegale Fütterung).
- Starke Anfälligkeit für Störungen während der Brutzeit.
- Fliegende Hubschrauber in Nestnähe, Tierfotografie durch Menschen, Klettern oder andere Outdoor-Sportarten sind erhebliche Stressfaktoren.
- Der Bartgeier legt auf der Suche nach Nahrung weite Strecken zurück. Er ist gut an den Winter in Europa angepasst und brütet in dieser Jahreszeit.
- Frei- und Stromleitungen, Windkraftanlagen und andere Bauten können zu tödlichen Kollisionen führen.
- Fortgesetztes Monitoring von Brutpaaren zur Überwachung der Erfolgsquote der Brut.
- Gezielte Suche nach neuen Paaren, um Störungen vorzubeugen.
- Sammlung von genetischem Material, um die Entwicklung der genetischen Vielfalt in der Alpenpopulation zu verfolgen.
- Kontakt mit Fluggesellschaften zur Festlegung von Flugverbotszonen um die Nester.
- Sensibilisierung von Personen, die Outdoor-Sport betreiben, und von Fotografierenden, um Störungen am Horst zu vermeiden.
- Markierung von schlecht sichtbaren Frei- oder Stromleitungen.
- Populationsmonitoring: Aktualisierung der demografischen Analyse, um den Erfolg des Wiederansiedlungsprogramms zu prüfen.
- Genomische Analyse der wiederangesiedelten Population.
- Studien zu Bewegungen von Vögeln, die mit GPS-Sendern ausgestattet sind.
- Die Alpenpopulation wächst und dürfte sich in den nächsten zehn Jahren verdoppeln, falls die aktuelle Dynamik sich fortsetzt.
- Die Sterblichkeit erwachsener Vögel ist der stärkste limitierende Faktor.
- Neun zusätzliche Todesfälle bei erwachsenen Tieren pro Jahr würden genügen, um die Population zu verringern – vermeidbare, d. h. durch Menschen verursachte Unfälle müssen daher verhindert werden.
Kollisionen und Stromschläge können mit entsprechenden Markierungen an Leitungen verhindert werden.
Störungen durch Menschen oder Luftfahrzeuge in der Nähe von Nestern können zu Brutverlusten führen.