Artenförderung Vögel Schweiz
Aktionspläne
  • Zusammenfassung

    Aktionsplan Auerhuhn Schweiz

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    Abstract: Die Bestände des Auerhuhns Tetrao urogallus in der Schweiz sind seit der Mitte des 20. Jahrhunderts rückläufig, und das Verbreitungsgebiet ist gleichzeitig kleiner geworden. Die beiden wichtigsten Ursachen für diese Entwicklung sind Verände-rungen des Lebensraums sowie Störung durch den Menschen. Der vorliegende Aktionsplan nennt die nötigen Massnahmen zur Verbesserung der Lebensraumqua-lität mit forstlichen Massnahmen, zum Schutz der Lebensräume gegen zu viel Störung sowie zur Information der Öffentlichkeit. Ausserdem beschreibt er die Grundsätze, die beim Ergreifen von Massnahmen zu beachten sind.

    The population of the Western Capercaillie Tetrao urogallus has been declining in Switzerland since the middle of the 20th century, and at the same time the range has shrunk. Habitat alterations and human disturbance are the main reasons for this devel-opment. The action plan assesses the forestry measures necessary to improve habitat quality and the measures to protect the habitats against the effects of human distur-bance. In addition the action plan aims to describe the basic principles to be considered during the implementation of measures.

    E’ dalla metà del ventesimo secolo che, in Svizzera gli effettivi di Gallo cedrone Tetrao urogallus sono in diminuzione; durante lo stesso periodo anche le dimensioni dell’areale di distribuzione sono diminuite. Le due cause principali di questo sviluppo sono i cambiamenti sopravvenuti all’interno del suo habitat e i disturbi causati dall’uomo. Il presente piano d’azione elenca ciò che dovrebbe essere fatto per miglio-rare la qualità dell’habitat attraverso misure di gestione forestale, per diminuire i disturbi, come pure per informare il pubblico. Inoltre descrive i principi su cui biso-gna basarsi al momento dell’attuazione delle varie misure.

  • Zusammenfassung

    Aktionsplan Mittelspecht Schweiz

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    Abstract: Der Aktionsplan Mittelspecht Schweiz beschreibt Rahmenbedingungen (Ziele, Strategien, Massnahmen, Rolle der Akteure etc.) zur Erhaltung und Förderung dieser gefähr-deten Vogelart in der Schweiz. Ausgehend vom heutigen Bestand geht es darum, die Abnahme der Gesamtpopulation zu stoppen, die bestehenden Lebensräume zu erhalten und zusätzliche zusammenhängende und vernetzte Lebensräume (z. B. Eichenflächen) zu schaffen. Ferner gibt der Aktionsplan einen Überblick über die aktuelle Situation des Mittelspechts in der Schweiz und über die bisherigen und laufenden Aktivitäten.

    The Swiss Action Plan for the Middle Spotted Woodpecker Dendrocopos medius describes the framework (i.e. the aims, strategies, measures, protagonists and their roles, etc.) for the conservation of the Middle Spotted Woodpecker in Switzerland. In view of the present state of the population, this means halting its decline in numbers by main-taining existing habitats and connecting them to a network of newly created ones, such as oak plantations. The action plan also reviews the present situation of the Middle Spotted Woodpecker in Switzerland and the actions that have already been undertaken or are underway to stop its decline.

    Il piano d’azione svizzero per il Picchio rosso mezzano descrive le condizioni generali (obiettivi, strategie, misure, ruolo degli attori ecc.) che garantiscono la conservazione e la promozione di questa specie volatile minacciata in Svizzera. Partendo dagli effettivi attuali si tratta di arrestare la diminuzione della popolazione complessiva, di conservare gli habitat esistenti e di creare altri habitat collegati (ad es. querceti). Il piano d’azione fornisce inoltre un quadro sia della situazione attuale del Picchio rosso mezzano in Svizzera sia delle attività già realizzate e di quelle ancora in corso.



Zusammenfassung Aktionsplan Auerhuhn Schweiz

Das Auerhuhn kommt in der Schweiz im Jura, entlang des nördlichen Alpennordrandes und im Osten auch in den Zentralalpen vor. Die Bestände sind seit langer Zeit abneh-mend. Spätestens seit den 1970er-Jahren kann man diesen Rückgang auch mit Zahlen belegen. Der gesamte Frühjahrsbestand wird gegenwärtig noch auf etwa 450 bis 500 balzende Hähne und etwa ebensoviele Hennen geschätzt. Es gibt 5 Populationen, welche voneinander räumlich isoliert sind, und auch innerhalb dieser 5 Populationen ist die Verbindung nicht mehr zwischen allen Teilpopulationen gewährleistet.

Die Ursachen für diesen Rückgang sind Habitatveränderungen durch die veränderte Bewirtschaftung des Waldes und natürliche Walddynamik sowie Störung durch häufi-ge Freizeitaktivitäten des Menschen in den Bergwäldern. Lokal können auch hohe Dichten von Prädatoren wie dem Rotfuchs den Rückgang der Auerhuhnbestände beschleunigen.

Damit das Auerhuhn als Brutvogel in der Schweiz überlebt, braucht es ein gesamt-schweizerisches Vorgehen. Der Aktionsplan Auerhuhn Schweiz beschreibt die Strate-gie zum Schutz und zur Förderung des Auerhuhns in der Schweiz. Er definiert die mittelfristigen Ziele, die Schwerpunkte der Massnahmen und die organisatorischen bzw. finanziellen Rahmenbedingungen der Umsetzung. Zentrale Elemente sind die Fokussierung der Massnahmen auf Förderungsgebiete erster und zweiter Bedeutung, das Erhalten von besiedelten Gebieten durch forstliche Lebensraummassnahmen, die Begrenzung des Freizeittourismus sowie das Aufwerten von Potenzialgebieten ohne aktuelle Besiedlung. Die Verantwortung für die Umsetzung des Aktionsplans liegt bei den Kantonen. Das BAFU schlägt den Kantonen vor, Massnahmen in die Programm-vereinbarung NFA «Biodiversität im Wald» aufzunehmen. Eine wichtige Rolle spielen die Fachinstitutionen (Schweizerische Vogelwarte Sempach und Eidg. Forschungsan-stalt WSL), indem sie die Kantone fachlich beraten und unterstützen.

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Zusammenfassung Aktionsplan Mittelspecht Schweiz

Der Mittelspecht ist in der Schweiz gefährdet. Sein Bestand umfasst gegenwärtig rund 500 Brutpaare. Der Mittelspecht bewohnt eichenreiche Waldbestände unterhalb 800 m ü.M. Er hat einen grossen Raumbedarf: Ein lokaler Brutbestand von 5–10 Brutpaaren benötigt 50–100 ha Eichenwald mit alten Eichen. Zurzeit verteilt sich der Bestand auf 12 Kantone im westlichen, nördlichen und östlichen Mittelland und Jura. Der Mittelspecht ist gefährdet, weil Eichenwälder im Verlaufe des letzten Jahrhunderts vielerorts in für die Art unbesiedelbare Habitate (z. B. Nadelholz-Reinbestände, Hochwald-Mischbestände) umgewandelt worden sind. Damit kurzfristig die Erhaltung des aktuellen Mittelspechtbestands und mittel- bis langfristig ein solcher von mindestens 700 Brutpaaren erreicht werden kann, braucht es ein koordiniertes Vorgehen von Bund, Kantonen und weiteren Akteuren (z. B. Waldbesitzer).

Dazu werden im Aktionsplan folgende Ziele festgelegt: Die aktuellen Mittelspechtbestände und ihre Lebensräume bleiben in ihrer heutigen Verbreitung erhalten. Wo notwendig werden dafür Bewirtschaftungsmassnahmen umgesetzt. Die Vernetzung aktueller sowie die Wiederbesiedlung ehemaliger und weiterer geeigneter Standorte werden mit geeigneten Massnahmen gefördert, insbesondere durch Anlage von Jungwaldflächen zusätzlich zu den bestehenden Eichenwäldern. Ein Mittel dazu sind die vom BAFU den Kantonen vorgeschlagenen Massnahmen zur Förderung des Mittelspechts in den Programmvereinbarungen NFA zum Produkt «Biodiversität im Wald». Für die Umsetzung der Massnahmen werden die Kantone vom BAFU finanziell unterstützt. Die Schweizerische Vogelwarte Sempach und der Schweizer Vogelschutz SVS/ BirdLife Schweiz beraten die Akteure und stellen die nationale Koordination sicher.

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